Machtstruktur-Mapping 2: Exxon Mobil

28 05 2009

Exxon Mobil ist einer der größten Energiekonzerne der Welt. Laut des Unternehmensberichtes 2007 betreibt Exxon Mobile weltweit 32000 Tankstellen und ist der weltweit größte Raffineriebetreiber, Hersteller von Grundölen zur Schmierstoffproduktion, sowie Versorger und Vermarkter der Marken Exxon und Esso. Exxon Mobil ist an 38 Raffinerien beteiligt, beliefert über das Heizölgeschäft ungefähr eine Million Kunden und ist an 630 Flughäfen und 800 Häfen  in 62 Ländern der Welt vertreten (vgl. Exxon Mobil 2007: 28). Das Unternehmen ist in 35 Ländern an Förder- und Produktionsstätten beteiligt und fördert weltweit in 25 Ländern Erdgas und Erdöl (vgl. Exxon Mobile 2007: 14). Exxon ist mit einem Martktwert von 335 Milliarden Dollar  der höchstbewertete Konzern der Welt und zugleich, mit einem Gewinn von 45 Milliarden Dollar, das profitabelste Unternehmen der Welt (vgl. Forbes 2009). Exxon beschäftigt dabei insgesamt über 80000 Mitarbeiter (vgl. Exxon Mobile 2009).

Gleichzeitig ist der Konzern einer der größen weltweiten Umweltverschmutzer. So verurteilte ein Richter den Konzern im Jahr 2001 wegen radioaktiver Verseuchung von Land dazu über eine Milliarde US-Dollar an einen Landbesitzer zu zahlen (vgl. Handelsblatt 2001). Des Weiteren steht der Konzern für seine massive Lobbyarbeit in Bezug auf Luftverschmutzung in der Kritik (Süddeutsche Zeitung 2006). Exxon machte zudem durch den Tankerunfall der ExxonValdez im Jahr 1989 Schlagzeilen und beteiligt sich zudem an der Fördeung von Erdöl vor der Küste Angolas, aus deren Einnahmen der angolische Staat seit Jahren den dort herrschenden Bürgerkrieg finanziert,  sowie dem Pipelinebau durch den Tschad und Kamerun, wobei der Tschad ebenfalls einen großen Teil der Einnahmen in den Waffenkauf investiert  (vgl. Werner/Weiss 2006: 302). Des Weiteren wird Exxon die Zerstörung zahlreicher Lebensräume in Afrika, Asien und Südamerika vorgeworfen, sowie die Kooperation mit zahlreichen Diktatoren, etwa General Suharto in Indonesien (vgl. Werner/Weiss 2006: 303).

Ausgehend von den Mitgliedern des Board of Directors und den Mitgliedern des Management, welche zusammen 20 Personen umfassen, sind im Folgenden die Verbindungen dieser Personen zu anderen Institutionen dargestellt. Bei diesen Verbindungen handelt es sich in der Regel um Mitgliedschaften in anderen Vorstandsgremien, sei es in anderen Konzernen, Stiftungem, Initiativen oder auch Universitäten. Die Verbindungen zu den politischen Akteuren stellt in der  Regel Wahlkampftspenden in Bezug auf Präsidentschafts- oder Senatswahlen dar.

Exxon Mobile

Eine höher auflösende Version kann hier heruntergeladen werden: Exxon Mobile. Zunächst sei erwähnt, dass es sich bei den Daten in der NNDB Datenbank nicht um die aktuellsten Daten handelt, was zur Folge hat dass dieser Auschnitt nicht die aktuelle Situation darstellt.

Quellen

Forbes Magazine(2009): The Global 2000.

http://www.forbes.com/lists/2009/18/global-09_The-Global-2000_Prof.html

Exxon Mobile (2007): Unternehmensbericht 2007.

http://www.exxonmobil.de/unternehmen/service/publikationen/bericht_aktuell/unternehmensbericht2007.pdf

Exxon Mobile (2009):  Our diverse workforce.

http://www.exxonmobil.com/Corporate/about_who_workforce.aspx

Handelsblatt (2001): Exxon Mobile – hohe Strafe für Umweltverschmutzung.

http://www.handelsblatt.com/archiv/exxon-mobil-hohe-strafe-fuer-umweltverschmutzung;423987

Süddeutsche Zeitung (2006): Kritik an Exxon – Sie nennen es Luftverschmutzung – wir leben.

http://www.sueddeutsche.de/wissen/558/325423/text/

Werner, Klaus /Weiss, Hans: Das neue Schwarzbuch Markenfirmen. Die MAchenschaften der Weltkonzerne. Ullstein Verlag: Wien 2006.

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