Silvio Berlusconi und die Europawahl

6 06 2009

„Italiens Premierminister Silvio Berlusconi ist Listenkandidat Nummer 1 seiner Partei „Volk der Freiheit“ für die Europawahlen. Das wäre andernorts in der EU zumindest sonderbar. Aber der heftige persönliche Einsatz des Regierungs- und Parteichefs dient zwei Zielen. Zum einen, dem Koalitionspartner von der separatistischen, traditionell europafeindlichen „Lega Nord“ so viele Stimmen abzunehmen wie nur möglich, um die Lega ein bisschen zurückzustutzen. Und zum anderen, aus der eigenen Mitte-Rechts-Partei die größte Gruppe unter den Konservativen im Europaparlament machen. „Wir müssen die führende Kraft in der EVP werden,“ so Berlusconi, „um über die Entscheidungen des EU-Parlaments zu entscheiden und die Interessen Italiens am besten verteidigen zu können, die Interessen von uns allen in Europa.“ (…) Die Ich-Bezogenheit, mit der Italiens Premier die Lage des Landes schildert, ist dabei fast schon beängstigend. Er unterhalte beste Beziehungen zu allen anderen EU-Regierungen. Er habe alle schweren Probleme, die ihm die linke Vorgängerregierung hinterlassen habe, großartig gelöst, ihn liebten drei von vier italienischen Wählern. Nur intrigiere die Linke gegen ihn, auch mit der Hilfe ausländischer Presseorgane, vor allem der britischen Zeitungen. Im Gegensatz aber zu seinem Konkurrenten Rupert Murdoch sei er selbst, so Berlusconi, stets der liberalste Medienmagnat gewesen.“

zitiert nach: http://www.tagesschau.de/ausland/euitalien100.html

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