Quelle-Erbin Schickedanz: Milliarden „nur auf dem Papier“

14 06 2009

„Arcandor-Großaktionärin Madeleine Schickedanz meldet sich über ihren Ehemann zu Wort. Die Familie habe ihr Mögliches für den Erhalt des Mutterkonzerns von Karstadt und Quelle getan. Derweil drängt Metro auf einen schnellen Zusammenschluss der Warenhäuser. Arcandor kann wieder auf Staatshilfe hoffen. (…) „Wir wollen nicht, dass der Konzern zerschlagen oder verramscht wird“, sagte ihr Ehemann und Arcandor-Aufsichtsrat, Leo Herl, der „Bild am Sonntag“. Schickedanz werde ihr Aktienpaket nicht verkaufen. „Wir bleiben an Bord, die Kurse werden steigen.“ In dieser Woche werde es bei einer Aufsichtsratssitzung erste Gespräche mit dem Insolvenzverwalter geben. Dem Aktionärspool um die Quelle-Erbin wird ein Arcandor-Anteil von rund 26,7 Prozent zugerechnet. Herl verteidigte seine Ehefrau gegen Vorwürfe, nicht genug zur Abwendung der Insolvenz des Handelskonzern getan zu haben. Seine Frau habe einen hohen dreistelligen Millionenbetrag in die Firma gesteckt, sagte Herl der „Bild am Sonntag“. Teilweise habe sie dieses Geld bei Banken finanziert und als Sicherheit ihr privates Vermögen, Immobilien und Firmenbeteiligungen eingesetzt. Das gesamte Vermögen seiner Frau stecke in ihrem Aktienpaket. Herl sagte, Schickedanz besitze nur „auf dem Papier“ ein Milliardenvermögen. „Doch wenn man alles unter Zeitdruck und Not verkaufen muss, schmelzen Milliardenwerte schnell zu Millionen.“ Mit dem Aktienpaket habe Schickedanz seit 2004 „keinen Euro mehr eingenommen.“

zitiert nach: http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,630365,00.html

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