Hapag-Eigner Kühne: TUI muss bei Krediten nachgeben

12 08 2009

„Hapag-Lloyd-Miteigner Klaus-Michael Kühne macht seine Teilnahme an der Rettung der Reederei von weiteren Zugeständnissen der ehemaligen Hapag-Mutter TUI abhängig. „TUI müsste auf einen Teil seiner Darlehen verzichten oder sie in nicht vollwertiges Hapag-Lloyd-Eigenkapital umwandeln“, forderte Kühne am Dienstag in einem Interview der Nachrichtenagentur Reuters. „Es geht um eine gute Milliarde an Schulden, die Hapag-Lloyd bei TUI hat – sie müssten von hoch verzinslichen Darlehen in bedingte Forderungen gewandelt werden“, sagte Kühne. Zwischen TUI und dem Hapag-Lloyd-Eignerkonsortium, dem Kühne angehört, liefen bereits Verhandlungen, sagte Kühne. „Im Albert-Ballin-Konsortium gibt es dazu eine einheitliche Meinung.“ Sollte sich der Streit mit TUI lösen lassen, sei er bereit, einen überdurchschnittlichen Beitrag zur Rettung der in Schieflage geratenen Reederei zu leisten, sagte Kühne. „Das könnten um die 100 Millionen Euro sein – ein genauer Betrag steht aber noch nicht fest.“ Die Eigenkapitalspritzen der Eigner sind Voraussetzung für die Beantragung von Staatsbürgschaften. Kreisen zufolge will Hapag-Lloyd sich beim Staat um Hilfen von bis zu 1,2 Milliarden Euro bemühen. TUI und die Investorengruppe, die die Hapag-Mehrheit im Frühjahr von dem Tourismuskonzern erworben hatte, lehnten eine Stellungnahme ab. (…) „Es kann sein, dass ich letztlich nicht mitmache, aber mein Wunsch ist es, kooperativ zu sein“, drohte Kühne.“

zitiert nach: http://de.reuters.com/article/companiesNews/idDEBEE57A0E020090811

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