DSW-Studie zur Vorstandsvergütung 2009

5 09 2009

Die Deutsche Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz e.V. veröffentlichte kürzlich eine Studie über die Vergütung von Managerposten. Die Ergebnisse der Studie können hier eingesehen werden.

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Ben Bernanke bleibt Chef der US-Notenbank

25 08 2009

„Ben Bernanke bleibt für weitere vier Jahre Chef der US-Notenbank Federal Reserve. US-Präsident Barack Obama nominierte den 55-jährigen am Dienstag für eine zweite Amtszeit ab Februar kommenden Jahres. Bernanke habe dazu beigetragen, dass eine neuerliche Große Depression wie in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderts vermieden worden sei, sagte Obama am Dienstag im Beisein Bernankes an seinem Urlaubsort Martha’s Vineyard an der US-Ostküste. Am Finanzmarkt wurde die Entscheidung für Bernanke positiv aufgenommen. Aus Europa war der Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Jean-Claude Trichet, einer der ersten Gratulanten.“

zitiert nach: http://de.reuters.com/article/topNews/idDEBEE57O0A720090825





Finanzkrise – Als wäre nichts gewesen

11 07 2009

„Keine zehn Monate ist es her, da erregten Banker noch Mitleid. In den USA gewährten Kneipen gefeuerten Mitarbeitern des Pleiteinstituts Lehman Brothers Rabatt aufs Bier, Karrieretrainer räumten Nachlässe bei der Bewerbung für einen neuen Job ein. In Deutschland sorgten sich Gewerkschaft und Öffentlichkeit um Zehntausende Arbeitsplätze in der Branche. Vor allem aber litten Inhaber von Finanzaktien mit den Bankern; Anleger verloren mitunter einen Großteil ihres Vermögens. Das Bild hat sich gewandelt. Inzwischen sprudeln die Gewinne bei vielen Geldhäusern wieder, Boni werden fließen, und zum Teil entdecken die Banken sogar erneut die alten, verhängnisvollen Geschäftsmodelle. Ausgerechnet Politik und Währungshüter machen es möglich mit geänderten Bilanzgesetzen, niedrigen Zinsen und Bad Banks. Von der eigentlich geplanten strengeren Regulierung ist dagegen noch nicht viel zu sehen.“

zitiert nach: http://www.manager-magazin.de/geld/artikel/0,2828,635186,00.html





„Forbes“-Superreichenliste: Buffett stürzt ab

24 06 2009

„Nach einjähriger Pause ist Microsoft-Gründer Bill Gates wieder der reichste Mensch der Welt. Der 53-Jährige löst nach den am Mittwoch veröffentlichten Berechnungen des US-Wirtschaftsmagazins „Forbes“ in diesem Jahr US-Geschäftsmann Warren Buffett mit einem Vermögen von 40 Milliarden Dollar (etwa 31,3 Milliarden Euro) an der Spitze der Liste ab. Die Aldi-Brüder schafften es in die Top Ten der Superreichen. Der jüngste Milliardär auf der berühmten Liste ist ein Deutscher: Der 25-jährige Albert von Thurn und Taxis wird mit 2,1 Milliarden Dollar geführt. Der Sohn von Fürstin Gloria von Thurn und Taxis steht seit seinem achten Lebensjahr auf der jährlich erscheinenden „Forbes“-Liste. Aber erst mit seinem 18. Geburtstag im Jahre 2001 erbte der Rennfahrer das Familienvermögen. Das Durchschnittsalter der Milliardäre auf der Liste beträgt 63,7 Jahre. „Die wichtigste Nachricht heute ist, dass wir noch hier sind und dass es noch immer Milliardäre gibt“, sagte „Forbes“-Vizechefin Monie Begley in New York. Das Magazin führt insgesamt 793 Milliardäre auf – mit einem geschätzten Vermögen von 2,4 Billionen Dollar. Im Vorjahr hatte das Gesamtvermögen der Milliardäre weltweit mit 4,4 Billionen Dollar noch zwei Billionen Dollar mehr betragen. Damals gab es auch noch deutlich mehr Milliardäre: laut „Forbes“ insgesamt 1125.“

zitiert nach: http://www.manager-magazin.de/koepfe/artikel/0,2828,612836,00.html





Staatsanleihen – Amerika bleibt ein erstklassiger Schuldner

22 06 2009

„Schadenfreude wäre der amerikanischen Regierung sicher gewesen: In den vergangenen Wochen wurde heftig spekuliert, die Rating-Agentur Standard & Poor’s könnte den Staatsanleihen der USA die Bestnote „AAA“ entziehen. Als Folge davon fielen die Kurse der Papiere, ihre Renditen stiegen stark. Auslöser war die Ankündigung von Standard & Poor’s, das „AAA“-Rating Großbritanniens sei in Gefahr. Dann kam Entwarnung: „Trotz einer signifikanten Abschwächung der kurzfristigen Wirtschaftsperspektiven, erwarteter Haushaltsdefizite und den hohen Kosten der staatlichen Unterstützung für den US-Finanzsektor bleiben wir der Meinung, dass die Stärken die Schwächen ausgleichen“, erklärte die Rating-Agentur am vergangenen Mittwoch. Amerika behält seine Note „sehr gut“. Alles andere hätte das mächtigste Land der Welt wohl auch nicht hingenommen. In den vergangenen Wochen ist es normal geworden, dass der Staat sich in wirtschaftliche Abläufe einmischt. Das wahrscheinlich gravierendste Beispiel war der Druck, den die US-Regierung im vergangenen Herbst auf Ken Lewis ausübte, den Chef der Bank of America. Er wurde dazu gedrängt, die angestrebte Übernahme von Merrill Lynch durchzuziehen, obwohl nach und nach immer klarer wurde, wie riskant die Transaktion war. Derzeit untersucht der Kongress, welchen Anteil Notenbankchef Ben Bernanke und der damalige Finanzminister Henry Paulson an dem Manöver tragen. Es wäre jedoch erstaunlich, wenn die Untersuchung zu dem Ergebnis käme, die amerikanische Regierung habe sich etwas zuschulden kommen lassen. Schließlich lässt sich ihr Handeln sehr gut mit nationalen Interessen rechtfertigen. Ohne die Übernahme wäre Merrill Lynch wohl in die Insolvenz gegangen. Eine zweite Bankenpleite zusätzlich zum Lehman-Bankrott hätte das Finanzsystem nicht verkraftet. Auch das Top-Rating der USA ist in nationalem Interesse. Nur wer das höchste Rating besitzt, zahlt die niedrigsten Zinsen. Alle anderen müssen einen Risikozuschlag entrichten. Selbst wenn er nur wenige Basispunkte beträgt: Wer eine Nettoneuverschuldung stemmt, wie die USA es tun, muss für diesen Zuschlag einiges berappen.“

zitiert nach:

http://www.zeit.de/online/2009/26/boers-o-meter-us-staatsanleihen?page=2





Chrysler-Verkauf vollzogen: Fiat-Chef Marchionne am Ziel

11 06 2009

„Der Einstieg des italienischen Autokonzerns Fiat beim insolventen US-Hersteller Chrysler ist perfekt. Beide Seiten hätten die abschließende Vereinbarung für die Allianz unterzeichnet, teilte Fiat mit. Der drittgrößte US-Autobauer Chrysler firmiert demnach ab sofort unter der Bezeichnung Chrysler Group. Vorstandschef des neuen Unternehmens ist Fiat-Chef Sergio Marchionne. Der Verkauf von Chrysler an das Turiner Unternehmen war durch eine Entscheidung des Obersten US-Gerichts vom Dienstag ermöglicht geworden, das den Einspruch mehrerer Chrysler-Anteilseigner gegen den Deal zurückgewiesen hatte.“

zitiert nach: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/fiatchrysler106.html

Kommentar: „Neuer Herr über Chrysler: Fiat-Chef Marchionne“ lautet der Untertitel des im Artikel präsentierten Fotos von Marchionne. Der Artikel ist ein exemplarisches Beispiel auf welche Weise, die realen Verhältnise durch verkürzte Berichterstattung in den Medien strukturell verzerrt werden. Fiat wird nachweislich von Familie Agnelli, einer der reichsten italienischen Familien, kontrolliert, was auch die ARD durch eine kurze Internetrecherche  ohne Probleme erfahren kann, etwa in Artikeln der Wirtschaftswoche („Fiats Stille Herrscher„) oder des Handelsblattes („Die Stunde des Agnelli Engels„). Mit knapp 30 Prozent ist Familie Agnelli der größter Kapitaleigner. Nach dem Tod von Gianni Agnelli steht ein Generationswechsel an, bei dem vor allem dessen erst 33 jährige Schwiegersohn,  John Elkann, eine Schlüsselrolle zu spielen scheint.

„Öffentliche Auftritte sind ohnehin seine Sache nicht. Der Jung-Manager, dem sein Großvater Gianni Agnelli 2003 am Sterbebett den Auftrag gab, das Familien-Imperium unternehmerisch weiterzuführen, wirkt auch nach fünf Jahren als Vizepräsident des Fiat-Verwaltungsrats noch schüchtern, wenn er vors Publikum tritt.“ (Handelsblatt)

Es hat demnach eine Verschiebung stattgefunden. Im Fokus stehen nicht mehr die Besitzer der Produktionsmittel und des größten Geldkapitals, sondern der Typus des Managers, selbst bei vielen Klassentheoretikern und Marxisten, welche es eigentlich besser wissen sollten. Es gibt eine Debatte über Diäten von Politikern, über die Gehälter und Abfindungen von Managern, aber keine über die Dividenden von Großaktionären. Welche Familien hinter den anonymen Großkonzernen stehen  ist in der Regel den Wenigsten bewusst. Oder wissen sie wem Mc Donalds, die Deutsche Bank oder Coca Cola eigentlich gehören?





Schmiergelder in zweistelliger Millionenhöhe?

7 06 2009

„Die Korruptionsaffäre bei MAN weitet sich aus. Insider vermuten, dass die „problematischen Zahlungen“ des Münchener Fahrzeugherstellers zumindest einen hohen zweistelligen Millionenbetrag erreichen könnten. (…) Die Provisionszahlungen von MAN Chart zeigen sollen ab 2002 auf einen mittleren dreistelligen Millionenbetrag summiert haben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin DER SPIEGEL. Von dieser Summe stehe laut dem Blatt aber nur ein Teil unter Schmiergeldverdacht. Insider gehen davon aus, dass die „problematischen Zahlungen“ mit Fortschreiten der Ermittlungen zumindest einen hohen zweistelligen Millionenbetrag erreichen könnten. Die Staatsanwaltschaft wollte die neuen Summen auf SPIEGEL-Anfrage nicht bestätigen, ein MAN-Sprecher wollte sich ebenfalls nicht äußern.“

zitiert nach:

http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,628981,00.html