Staatsanleihen – Amerika bleibt ein erstklassiger Schuldner

22 06 2009

„Schadenfreude wäre der amerikanischen Regierung sicher gewesen: In den vergangenen Wochen wurde heftig spekuliert, die Rating-Agentur Standard & Poor’s könnte den Staatsanleihen der USA die Bestnote „AAA“ entziehen. Als Folge davon fielen die Kurse der Papiere, ihre Renditen stiegen stark. Auslöser war die Ankündigung von Standard & Poor’s, das „AAA“-Rating Großbritanniens sei in Gefahr. Dann kam Entwarnung: „Trotz einer signifikanten Abschwächung der kurzfristigen Wirtschaftsperspektiven, erwarteter Haushaltsdefizite und den hohen Kosten der staatlichen Unterstützung für den US-Finanzsektor bleiben wir der Meinung, dass die Stärken die Schwächen ausgleichen“, erklärte die Rating-Agentur am vergangenen Mittwoch. Amerika behält seine Note „sehr gut“. Alles andere hätte das mächtigste Land der Welt wohl auch nicht hingenommen. In den vergangenen Wochen ist es normal geworden, dass der Staat sich in wirtschaftliche Abläufe einmischt. Das wahrscheinlich gravierendste Beispiel war der Druck, den die US-Regierung im vergangenen Herbst auf Ken Lewis ausübte, den Chef der Bank of America. Er wurde dazu gedrängt, die angestrebte Übernahme von Merrill Lynch durchzuziehen, obwohl nach und nach immer klarer wurde, wie riskant die Transaktion war. Derzeit untersucht der Kongress, welchen Anteil Notenbankchef Ben Bernanke und der damalige Finanzminister Henry Paulson an dem Manöver tragen. Es wäre jedoch erstaunlich, wenn die Untersuchung zu dem Ergebnis käme, die amerikanische Regierung habe sich etwas zuschulden kommen lassen. Schließlich lässt sich ihr Handeln sehr gut mit nationalen Interessen rechtfertigen. Ohne die Übernahme wäre Merrill Lynch wohl in die Insolvenz gegangen. Eine zweite Bankenpleite zusätzlich zum Lehman-Bankrott hätte das Finanzsystem nicht verkraftet. Auch das Top-Rating der USA ist in nationalem Interesse. Nur wer das höchste Rating besitzt, zahlt die niedrigsten Zinsen. Alle anderen müssen einen Risikozuschlag entrichten. Selbst wenn er nur wenige Basispunkte beträgt: Wer eine Nettoneuverschuldung stemmt, wie die USA es tun, muss für diesen Zuschlag einiges berappen.“

zitiert nach:

http://www.zeit.de/online/2009/26/boers-o-meter-us-staatsanleihen?page=2

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Neuverschuldung bei „über 80 Milliarden Euro“

8 05 2009

„Peer Steinbrück wird voraussichtlich als der Bundesfinanzminister in die Geschichte eingehen, der die höchste Neuverschuldung verantworten muss. Der SPD-Politiker geht in diesem Jahr von einer Nettokreditaufnahme von mindestens 80 Milliarden Euro aus. Damit würde Steinbrück den bisherigen Schuldenrekord von Vor-Vorgänger Theo Waigel (CSU) von umgerechnet gut 40 Milliarden Euro aus dem Jahr 1996 weit übertreffen. (…) Der haushaltspolitische Sprecher der Unionsfraktion, Steffen Kampeter, begrüßte, dass Steinbrück zur Haushaltsentwicklung nun zu ähnlichen Zahlen komme wie die CDU/CSU-Experten. Für den nächsten Nachtragsetat erwartet die Unionsfraktion einschließlich des Investitions- und Tilgungsfonds des Konjunkturpakets eine Neuverschuldung von etwa 80 Milliarden Euro. Nach diesen Berechnungen wird der Bund zwischen 2009 und 2013 einschließlich der Konjunktur- und Bankenrettungspakete mindestens etwa 400 Milliarden Euro neue Kredite aufnehmen müssen.“

http://www.tagesschau.de/inland/neuverschuldung114.html





Wie die UBS in den Strudel der Finanzkrise geriet

8 02 2009

Die schlimmste Finanzkrise seit 1929: Das Debakel im amerikanischen Immobilienmarkt brachte die Finanzwelt beinahe zum Zusammenbruch. Die internationalen Grossbanken mussten Milliarden an Verlusten einstecken. Am schlimmsten getroffen hat es die UBS mit 40 Milliarden Franken Abschreibungen. Wie war das möglich? Der Dokumentarfilm untersucht, wann und weshalb die UBS ihre verhängnisvollen Fehlentscheide fällte.





„Die Vereingten Staaten. Reich auf Pump“

21 01 2009

„Die Vereingten Staaten. Reich auf Pump“ ist eine Artedokumentation, welche die Ursachen der gegenwärtigen Finanzkrise thematisiert.“